Die Deutsche Rugby-Jugend (DRJ) steht vor dem größten Umbruch in ihrer Geschichte. Auf einer Klausurtagung des DRJ-Präsidiums und der Arbeitsgruppe Spielbetrieb mit ausgewählten Experten wurde der erste Entwurf für ein zukünftiges Struktur- und Entwicklungskonzept aufgestellt. Die Nachwuchsorganisation des Deutschen Rugby-Verbands schlägt damit eine neue Richtung ein und hat sich hohe Ziele gesetzt. „Wir wollen ein Strategieplan entwickeln, der das Thema der DRJ Entwicklung und Ausbreitung des Rugbysports im Jugendbereich vorgibt und neu entwickelt“, sagte die DRJ-Vorsitzende Romana Thielicke.

Projekte für die Rugby-Entwicklung

Die Entwicklung des Rugby-Sports im Nachwuchsbereich ist der Schwerpunkt der DRJ. Die neue Strategie beinhaltet mehrere Projekte die alle zusammen das Ziel, bis 2023 ein Zuwachs im Kinder- und Jugendbereich von 20%, erreichen sollen. Neben Wettbewerben und Förderpreisen werden Rugby-Camps eine tragende Säule für die Nachwuchs-Entwicklung sein. Dazu wird das erfolgreiche Sommercamp weiterausgebaut, um mehr Kindern- und Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen. Mit Blick auf die Ausbreitung wird sich die Deutsche Rugby-Jugend vorerst auf die Großstädte konzentrieren. Experten der DRJ werden dazu mit Vereinen vor Ort die Lage analysieren und ein Konzept aufstellen. Mit dieser strukturellen Entwicklungshilfe soll ein positiver Beitrag für die Ausbreitung des Sports geleistet werden.

Einführung von Jugendtrainerlizenzen

Mit den steigenden Nachwuchszahlen steigt auch der Bedarf an gut ausgebildeten Trainern. Um einen einfachen Einstieg zu ermöglichen, wird die DRJ Jugendtrainerlizenzen anbieten. Je nach Stufe werden die erforderlichen Kenntnisse für die jeweilige Altersklasse vermittelt. Diese neue Lizenz ist unterhalb der C-Lizenz angesiedelt. Trainer die sich im Anschluss weiterqualifizieren möchten werden die Stunden auf die aufbauenden Lizenzen angerechnet.

Neue Strategie in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Rugby-Jugend wird neu ausrichtet. Nach Gesprächen mit den Landesverbänden wurde deutlich, dass es Verbesserungsbedarf am bisherigen Konzept gibt. Um dieser Forderung Rechnung zu tragen wird die Deutsche Rugby-Jugend in Zukunft als eigenständige Marke mit eigenem Webangebot auftreten. Bestehende Angebote wie z.B. der Newsletter werden ausgebaut.

Damit alle Aufgaben attraktiv und zeitnah erledigt werden können sollen weitere Ehrenamtliche gewonnen werden. In den nächsten Wochen werden die Ideen schriftlich fixiert und nach Rücksprache mit den Landesverbänden umgesetzt. Für die Deutsche Rugby-Jugend wurde mit der Veranstaltung ein neuer zukunftsfähiger Weg eingeschlagen. „Es war ein sehr konstruktives Wochenende. Das was wir erarbeitet haben soll jetzt zügig umgesetzt werden. Im Ergebnis haben wir Themen und Projekte geschaffen, die es so bisher nicht gab“, so Thielicke abschließend zum Wochenende. Weitere Informationen zur Klausurtagung werden im kommende Sondernewsletter veröffentlicht.

(jk)