Die 7er-Rugby-Herren des Deutschen Rugby-Verbandes haben das erste von insgesamt vier Turnieren der europäischen Sevens Grand Prix Series in Moskau (RUS) auf dem siebenten Platz abgeschlossen. Nachdem man am ersten Turniertag noch als eines der besten Teams der Vorrunde ins Viertelfinale eingezogen war, musste man sich am Pfingstsonntag in der Runde der letzten Acht einmal mehr den Spaniern geschlagen geben. In der Platzierungsrunde war dann auch Frankreich an diesem Tag eine Nummer zu groß für die Ersatz geschwächte DRV-Auswahl. Immerhin gewann man abschließend das Spiel um Rang sieben gegen Georgien. Den Turniersieg in Moskau sicherte sich am Ende GPS-Aufsteiger Irland vor Spanien und Gastgeber Russland.

DRV-Leistungssportreferent Andreas Eckert: „Das war natürlich nicht der Auftakt den wir erwartet und uns erhofft haben. Das heißt natürlich, dass wir am nächsten Wochenende in Lodz abliefern müssen, um die gesteckten Ziele noch erreichen zu können. Positiv war allerdings, wie gut sich die ‚Neuen’ in das Team integriert haben. Die Erfahrungen, die sie bei ihrem ersten GPS-Turnier gesammelt haben, bringen sie sicher weiter.“

Im Auftaktspiel gegen Georgien war noch deutlich zu sehen, dass die Mannschaft auf insgesamt fünf wichtige Stammkräfte verzichten und sich in dieser Konstellation erst noch finden musste. Bis zum Schluss sah es dennoch so aus, als hätte eher das DRV-Team die Hand am Sieg, doch mit der letzten Aktion entschied Georgien die Partie doch noch mit 17:12 für sich. Deutlich stärker präsentierte man sich dann im Gruppenspiel gegen den späteren Turniersieger aus Irland, der schlussendlich auch nicht unverdient mit 21:28 das Nachsehen hatte. Den Gruppensieg machten die DRVer dann mit einem überzeugenden und auch in dieser Höhe absolut verdienten 33:5-Sieg gegen World-Series-Teilnehmer Wales perfekt.

Nun kam es im Viertelfinale zum Duell mit den Erzrivalen aus Spanien, die dem deutschen Team schon so oft, und zuletzt im Finale des Qualifikationsturniers zur Sevens World Series in Hong Kong, im Wege standen. Jarrod Saul und Fabian Heimpel mit dem Erhöhungskick brachten ihr Team noch in Führung, doch ein paar zu viele Handlingfehler sowie einige Abstimmungsprobleme in der Defensive erlaubten es den Iberern, auf 19:7 davonzuziehen. Youngster Joshua Tasche verkürzte in der Schlussminute zwar noch auf 14:19, doch damit war die Partie auch beendet.

So ging es für das deutsche Team „nur“ noch um die Plätze fünf bis acht, und da wartete mit Frankreich zunächst ein weiteres europäisches Schwergewicht, das an diesem Sonntag eine Nummer zu groß für das junge deutsche Team war und mit 35:5 deutlich gewann. Immerhin gab es einen versöhnlichen Turnierabschluss, denn im Spiel um den siebenten Platz gelang noch die Revanche für die Auftaktniederlage gegen Georgien. Nach Versuchen von Jarrod Saul und Bastian Himmer sowie den Erhöhungskicks von Fabian Heimpel hieß es 14:10 für den DRV, der damit den Rückstand auf die direkten Konkurrenten um WM-Qualifikation und das Ticket für die Hong Kong Sevens, wo es erneut um den Einzug in die World Series geht, nicht noch größer werden ließ.

Abschlussklassement in Moskau (RUS):
Irland, 2. Spanien, 3. Russland, 4. Italien, 5. Frankreich, 6. Portugal, 7. Deutschland, 8. Georgien, 9. England, 10. Wales, 11. Belgien, 12. Polen

Daraus ergibt sich für das zweite Turnier der Grand Prix Series 2017, welches am kommenden Wochenende (10./11. Juni) im polnischen Lodz ausgespielt wird, dass Deutschland dort in der Vorrunde erneut auf Irland sowie auf Portugal und Polen treffen wird.