Der Deutsche Rugby-Tag (DRT) 2014 als Mitgliederversammlung und ranghöchstes Verbandsorgan des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) findet am Sonnabend (12. Juli, 14 Uhr) in Hannover statt. In den Räumlichkeiten des LandesSportBundes Niedersachsen (Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10) präsentiert sich dabei das Rugby-Sportmuseum und das ihm angegliederte Deutsche Rugby-Archiv den mit Exponaten ihrer Sammlungen. Nach der Plakatausstellung im vergangenen Jahr zeigt das Rugby-Sportmuseum nun einen frühen Querschnitt seiner Bücher- und Zeitschriftensammlung. Während der Ausstellung berücksichtigen das Museum und das DRV-Archiv ausschließlich Veröffentlichungen in Buch- und Heftform sowie Periodika bis 1963.

Wann genau erstmals Rugby in Deutschland gespielt wurde ist aktuell nicht eindeutig belegbar. Um die Ehre der Tatsache „des ersten Mals“ streiten regionale Sporthistoriker nach wie vor trefflich. Im Süden der Republik ringen Heidelberg und Stuttgart um Zeiträume zwischen 1850 und 1865, jedoch ohne sichere Zuschreibungen vorweisen zu können. Im Osten ruft Dresden das Jahr 1873 auf, der Norden mit Lüneburg 1875 und Hannover 1876 wollen etwa zeitgleich auch einen frühen Start des Spiels vermelden.

So unklar die zeitliche Sachlage ist, so sicher ist es, dass die erste deutschsprachige Veröffentlichung über den exotischen Sport aus England in das Jahr 1875 fällt. Die frühen Bemühungen den Sport einer breiteren Öffentlichkeit verständlich zu machen erfolgten zunächst in Form von kleinen Regelwerken, ausführlichen Reiseberichten oder Vortragstexten. Fast zeitgleich erscheinen erste Zeitschriften, die für alle „Sports“ darunter auch Rugby-Fußball Raum bieten sowie Fachbücher, die sich dem Rugby-Fußball widmen.