1. Anti-Doping

Testung gehen in reduzierter Form durch die NADAs weiter. Wer den DCO (Doping Control Officer) nicht in sein Haus lässt und den Test verweigert, bekommt einen Strike.

Sollte bei Spielern aus dem Test-Pool Symptome Symptome einer Erkältung bestehen, so muss dies bei der NADA gemeldet werden. Anstehende Tests werden nicht durchgeführt.

Bei Einlass des DCOs in die eigene Wohnung zwecks Durchführung der Tests, gelten strikt einzuhaltene Hygieneregeln wie das Tragen einer Atemschutzmaske, steriler Handschuhe sowie dem Einhalten eines 2m-Sicherheitsabstand, was sicherlich zu einer Herausforderung bei einigen Abläufen führt.

2. Auf welche Symptome muss ich achten?

Symptome, die auf eine Infektion hinweisen können:

– Neuer kontinuierlicher Husten und/oder

– Hohe Temperatur

Weitere Symptome, die auf eine Coronavirus-Infektion hindeuten können:

– Anosmie (Verlust des Geruchssinns)

– Myalgie (Muskelschmerzen)

– Kurzatmigkeit

3. Wann muss man in Quarantäne? (Quelle Robert-Koch-Institut: Stand 16.03.2020)

Eine Quarantäne wird dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat:

– Wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.

– Immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.

Ein geringes Ansteckungsrisiko besteht:

– Wenn man beispielsweise in den letzten zwei Wochen nur im gleichen Raum mit einem COVID-19-Erkrankten war und keinen engen Kontakt hatte, wird keine Quarantäne angeordnet.

Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet (Krankenhaus, Altenpflege etc.), sollte aber in jedem Fall seinen Betriebsarzt informieren.

Und für alle gilt: tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen.

Nicht in Quarantäne müssen:

Menschen, die Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss ebenfalls nicht in Quarantäne.

In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken.

4. Sollten Betroffene bei einer Atemwegserkrankung ärztlichen Rat einholen und nach einem Test fragen, auch wenn die Symptome nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?

Ja, wenn:

– man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde

– Vorerkrankungen bestehen oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)

– man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d.h. zu Hause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

5. Können entzündungshemmende Mittel (NSAIR: Ibuprofen, Voltaren) zu einer Verschlechterung der Erkrankung führen?

Es gibt derzeit KEINEN Anhalt, dass Ibuprofen und andere Medikament dieser Gruppe zu einer Verlängerung oder Anstieg der Schwere der Infektion führen! Eine Einnahme sollte trotzdem geprüft werden.

6. Welche Art von Training ist sinnvoll? Schwächt Training mit Immunsystem?

Es wird empfohlen, sich auch in der jetzigen Situation regelmäßig sportlich zu betätigen. Dies sollte möglichst alleine durchgeführt werden. Trainingsgeräte sollten nicht mit anderen geteilt werden. Auch beim Joggen gilt, den notwendigen Sicherheitsabstand zu seinen Mitmenschen einzuhalten.

Ebenfalls gilt, das Training aktuell nicht zu intensiv (anstrengend) zu gestalten. Extensive Dauerlaufmethode, intensive Dauerlaufmethode und extensive Intervalle stärken die Grundlagenausdauer und sind für den Erhalt der Fitness zum aktuellen Zeitpunkt sinnvoll.

Ebenfalls lässt sich effektives Körpergewichtstraining in Form von Zirkeln oder Intervalltraining durchführen. Hierzu gehören Übungsformen wie Tabata-Workouts. Auch Körpergewichts-Workouts aus dem Crossfit-Bereich sind sehr effektiv und können entsprechend eingesetzt werden.

Aktuell sind auch Atemübungen (Box-Atmung), sowie Beweglichkeitsübungen oder Entspannungsübungen sinnvoll. Yoga, Pilates und andere Formen der Stärkung und Beweglichkeitsverbesserung haben sich hier bewährt.

Auch isometrische Übungen (Schulter-Nacken-Bereich, Ausfallschritte oder Ähnliches) bieten sich derzeit zur Entwicklung körperlicher Resilienz und Robustheit an.

7. Wiederaufnahme des Trainings nach einer Corona-Virus-Infektion (COVID-19)

Es gibt derzeit medizinische Hinweise darauf, dass bei Patienten mit einem positiven Coronavirus-Test und eindeutig erhöhtem Herzenzym (Troponin), eine Beteiligung des Herzmuskels vorliegt und sehr ernst genommen werden muss.

Es wurde in dieser Konstellation ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Verschlechterung der myokardialen Symptome bis zu 8 Tagen nach Beendigung der Corona-Symptome gezeigt.

Daher gilt:

– Alle Athleten sollten mindestens 10 Tage vollständige Ruhe (und mindestens >7 Tage ab dem Zeitpunkt der Symptombewältigung) nach der Entwicklung von COVID haben (entweder durch positiven Abstrich/Serologie oder Verdachtsfälle auf der Grundlage der RKI-Empfehlungen). (RUHEZEIT)

– Nach dieser Ruhezeit sollten sich alle Spieler/ Betroffene mit einer positiven Diagnose des Coronavirus mit dem Mannschaftsarzt oder behandelnden Hausarzt in Verbindung setzen, um sicherzustellen, dass der Wiedereinstieg auf sichere, abgestufte Weise geschieht (ERHOLUNGSZEIT).

8. Wiederaufnahme des Trainings nach Beendigung des durch die Bundesregierung verhängte Kontaktverbotes

Derzeit ist es fast unmöglich, die Entwicklung zu beurteilen und eine Aussage darüber abzugeben, ob die Maßnahmen der Isolierungen und Kontaktverbote die Ausbreitung des Virus ausbreiten können und wann ein regelmäßiger Spielbetrieb wieder durchführbar ist.

Auf Grund der zu erwartenden Pause ohne spezifisches Training (Krafttraining, Mannschafts- oder Kontakttraining) ist eine Vorbereitungsperiode von 6-8 Wochen (Empfehlung von internationalen Spitzenverbänden wie RFU, ARU und SARU) auch für den Amateurbereich aus Sicht der Verletzungsprophylaxe empfohlen. Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes ist ohne Vorbereitungsperiode aus medizinischer Sicht mit einem deutlich erhöhten Verletzungsrisiko einhergehend.

9. Psychologische Gefahr durch Isolierung?

Neben den wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Virus-Pandemie, ist auch der Wegfall des sportlichen Umfeldes eine ernstzunehmende „Bedrohung“.

Der drastische Wegfall sozialer Kontakt aus der gleichen Kohorte (Mannschaft) können zu psychologischen Problemen führen und sollten ernst genommen werden. Es wird daher empfohlen, Kontakte auch weiterhin zu pflegen und regelmäßig zu telefonieren, sich auch Online zu „begegnen“.

Soziale Isolation ist ein zusätzlicher Stressor, dem durch diese Maßnahme vorgebeugt werden kann.

Auch hier gilt, aufmerksam zu sein und nicht nur bei sich selbst, sondern auch bei Freunden achtsam zu sein und auf Anzeichen von Traurigkeit/ Sorge und Furcht einzugehen und sie anzusprechen.

 Allgemeine Informationen zu SARS-CoV-2 (COVID 19)

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion.

Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Auch leicht Infizierte ohne offensichtliche Infektionssymptome können den Erreger übertragen.

Derzeit wurde in Experimenten ein Verbleib des Virus als Aerosol für bis zu 2-3 Stunden nachgewiesen.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage betragen kann, im Durchschnitt beträgt sie der WHO zufolge 5 bis 6 Tage. (Quelle: RKI)

Das Virus kann 2-3h in der Luft nachgewiesen werden (in Experimenten). Es überträgt sich als Tröpfcheninfektion und verbleibt auf Flächen bis zu 72h. Unter geeigneten Konditionen kann es bis zu 6 Tage auf Flächen verbleiben (Kälte und Luftfeuchtigkeit).

Symptome

Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus führt der WHO zufolge zu Symptomen wie Fieber, trockenem Husten und Abgeschlagenheit, in China wurden bei einigen Patienten auch Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost berichtet. Einige Betroffene litten an Übelkeit, einer verstopften Nase und Durchfall (Quelle: RKI)

Risikogruppen

Bei dem COVID-19-Ausbruch in China lag der WHO zufolge das Alter der Betroffenen im Mittel bei 51 Jahren, gut Dreiviertel der Fälle trat in der Altersgruppe der 30- bis 69-Jährigen auf. Schwangere scheinen KEIN erhöhtes Risiko zu haben, am Coronavirus zu erkranken. Ebenfalls haben Kinder- und Säuglinge KEIN erhöhtes Risiko am Corona-Virus zu erkranken sondern sind in den beschriebenen Fällen asymptomatische Träger des Virus (asymptomatisch aber trotzdem potenziell ansteckend!!)

(Quelle: RKI).

Schutz vor Übertragung

– Husten- und Nies-Etikette

– Gute Händehygiene (regelmäßiges Händewaschen mit einer Dauer von 20-30s)

– Abstand zu anderen Menschen, die nicht im gleichen Haushalat leben (ca. 1 bis 2 Meter)

 

Ich wünsche allen gute Gesundheit.

Colin Grzanna

Head of Physical Performance / Cheftrainer Athletik & Medizin