„Das ist eine einmalige Chance für den Rugbysport in Pforzheim“, freut sich Jens Poff, Teammanager des Rugby-Bundesligisten TV Pforzheim, über die Entscheidung des Deutschen Rugby-Verbands (DRV), das Finale um die Deutsche Meisterschaft nach Pforzheim zu verlegen. Am Samstag, 21. Juni 2014, soll sich im TVP-Rugbystadion am Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen entscheiden, wer den Meistertitel 2014 erobert – und der TVP hat gute Chancen, im Finale mitzuspielen.

Dass die Ausrichtung des Endspiels zur deutschen Rugby-Meisterschaft eine Mammutaufgabe ist, die den Verein an die Leistungsgrenze führen wird, ist Poff bewusst. Er rechnet mit über 2000 Zuschauern, was zum Beispiel bedeutet, dass Zusatztribünen aufgestellt und Parkmöglichkeiten gesucht werden müssen. „Aber bei uns sind die Fans direkt am Spielfeldrand. Das gibt Gänsehaut-Stimmung“, erklärt Poff.

„In die deutsche Rugby-Landschaft ist Bewegung geraten. Pforzheim ist jetzt nicht nur sportlich ein Hot-Spot. Mit dem Finale richten sich die Blicke aller Rugby-Fans auf die Goldstadt“, sagt der TVP-Manager. Vor zwei Jahren hätte der TVP fast schon einmal Pforzheimer Sportgeschichte geschrieben, als der TVP gleich nach dem Aufstieg in die Bundesliga ins Endspiel kam und dort gegen den Heidelberger RK eine Last-Minute-Siegchance verspielt nur knapp verloren hatte. Jetzt sieht es so aus, als könnten die Pforzheimer des Playoff-Modus wegen wieder im Finale auf den HRK treffen.

„Zum Saisonstart hatten wir im Spiel gegen den Heidelberger RK bis zur letzten Minute ein Unentschieden gehalten, um dann doch noch unglücklich zu verlieren. Wenn wir an diese Leistung wieder anknüpfen können, haben wir eine echte Chance auf den Meistertitel“, sagte TVP-Coach John Willis. „Leistung zeigen“ ist das Stichwort für die Rugbyspieler des TVP, denn nach dem guten Auftritt beim HRK zum Saisonstart gab es im ersten Match nach der Winterpause eine 10:60-Rückspielklatsche. Inzwischen hat der TVP wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden, wie die letzten Ergebnisse zeigen.

„Wir sind mit der Mannschaft wieder gut unterwegs, aber bis zum Finale ist es noch ein weiter Weg – und dafür muss hart trainiert werden“, gibt Willis die Richtung vor. Hart gearbeitet wird auch im Hintergrund von den Vereinsmitgliedern. Das Finale erfordert viele organisatorische Aufgaben. Für den Besucher sollen auch im Umfeld des sportlichen Ereignisses einige Aktionen geboten werden. So ist geplant, dass zum Beispiel die Pforzheimer Band „Red Heat“ den selbst komponierten TVP-Rugbysong spielt. Poff erklärt schmunzelnd: „Da rauchen schon die Köpfe im Organisationsteam. Es soll ein besonderes Rugbyfinale werden. Und wir wollen doch den TVP als neuen Meister würdig feiern.“