Nahezu die gesamte Rugby-Welt schaut in die Nordhemisphäre nach England, wo aktuell die achte Weltmeisterschaft um den Webb Ellis Cup steigt. Nur die deutsche 7er-Nationalmannschaft richtet ihren Blick in die Südhemisphäre. Denn heute machte sich der DRV-Tross nach Australien auf. Drei Wochen touren Spieler, Trainer und Betreuer durch Down Under und nehmen dort an den hochkarätig besetzten Noosa International 7s und den Central Coast Sevens teil. „Auf nach Australien für drei fantastische Wochen“, freut sich daher Nationalspieler Nationalspieler Fabian Heimpel (RG Heidelberg) stellvertretend für seine Mitspieler beim Abflug in Düsseldorf.

Auf die DRV-Jungs wartet in Down Under ein knüppelhartes Programm. In Brisbane absolviert die Mannschaft der Nationaltrainer Rainer Kumm und Chad Shepherd an den ersten drei Tagen mehrere Trainingseinheiten, ehe es bei den Noosa 7s (10./11. Oktober) in Queensland gegen Teams aus Australien, Neuseeland und Fidschi geht. Die DRV VII trifft dabei auf die CQ Dingoes, die Australian Rugby Legends und die Tribe 7’s. Danach stehen in Brisbane, Byron Bay und Newcastle zwei Wochen lang wieder Trainingseinheiten mit lokalen Vereinen an. Zum Abschluss der Australien-Tour warten dann als Höhepunkt die Central Coast Sevens (24./25. Oktober). Dieses Turnier in Terrigal ist mit Top-Teams gespickt. So warten in Gruppe C mit Australien, dem Redrock Rugby Club (Fidschi) und Rangataua Rugby (Neusseland) richtige 7er-Schwergewichte auf die deutsche Nationalmannschaft. Und auch das übrige Teilnehmerfeld mit den Nationalmannschaften aus Neuseeland, Hongkong und Kanada sowie weiteren starken Vereinsmannschaften kann sich sehen lassen. Doch nicht nur der sportliche Aspekt steht bei dieser Tour im Mittelpunkt.

Die deutschen Spieler sollen sich an die Reisestrapazen gewöhnen. Denn die großen Ziele der DRV VII im kommenden Jahre liegen allesamt in Übersee. So steigt das Qualifikationsturnier für die Sevens World Series, die rund um den Globus ausgespielt wird, in Hongkong. Und die olympischen Sommerspiele 2016 finden bekanntlich in Rio statt. Der Spielort für das entsprechende Welt-Qualifikationsturnier steht zwar noch nicht fest, kann aber auch in Übersee liegen. Daher ist es für die Mannschaft wichtig, sich schnell vor Ort der einzelnen Turniere zu akklimatisieren. Deshalb stehen noch weitere Touren zu den Dubai 7s, zu den Coral Coast 7s auf Fidschi und in ein Trainingslager nach Südafrika an. Wie in Australien kommt dann am Kap auch ein GPS-System der Firma STATSports zum Einsatz, das für eine zielgerichtete und erfolgreiche Trainingsüberwachung sorgt. Nicht mit auf Australien-Tour sind dagegen die DRV-Stammkräfte Carlos-Soteras Merz, (TV Pforzheim, Schlüsselbeinbruch) und Sebastian Fromm (Trinity College, Irland, Innenbandriss). Dafür fliegen Leonard Becker (SC Neuenheim) und Tim Biniak (RK Heusenstamm) mit nach Down Under.

Für die Tour nach Australien haben die DRV-Nationaltrainer Rainer Kumm und Chad Shepherd folgenden 15-köpfigen Kader nominiert:

Hannover 78: Phil Szczesny, Pascal Fischer
Heidelberger RK: Clemens von Grumbkow, Anjo Buckman, Robert Hittel, Niklas Hohl, Pierre Mathurin
RG Heidelberg: Fabian Heimpel, Bastian Himmer, Tim Lichtenberg, Johannes Schreieck
SC Neuenheim: Leonard Becker
RK Heusenstamm: Sam Rainger, Leon Hees, Tim Biniak