Am Wochenende 8./9. Juni 2019 startet in Budapest (Ungarn) für die deutschen 7er-  Rugbyfrauen die Mission „Wiederaufstieg“ in die Grand Prix Series, den höchsten europäischen Wettbewerb im olympischen Siebenerrugby. Am Ende muss das deutsche Team mindestens Zweiter der Gesamtwertung werden, um ins Oberhaus zurückzukehren. Zugleich würde man sich damit für das Olympia-Qualifikationsturnier am 13./14. Juli im russischen Kazan qualifizieren. Das zweite Turnier der Women 7s Trophy findet am 22./23. Juni in Portugal statt.

„Ich denke, wir gehen wirklich gut vorbereitet in dieses erste Turnier und können nahezu auf unsere beste Aufstellung setzen“, so Nationaltrainer Max Pietrek, der das Team gemeinsam mit Rafael Pyrasch und Svetlana Hess betreut. „Wir haben zwei gut besetzte Turniere gespielt, die uns wichtige Spielpraxis und viele Erkenntnisse gebracht haben und bei denen wir gut an unserem Spielsystem feilen konnten. Dazu werden wir ein paar Tage früher anreisen und können uns dann vor Ort noch den letzten Schliff holen. Außerdem muss man klar unterstreichen, dass die Stützpunkttrainings in Heidelberg und Hannover wirklich wertvolle Arbeit leisten. Das Ziel ist ganz klar der Wiederaufstieg in die GPS!“

Als vermeintlich stärkste Konkurrenten haben die Coaches Schweden, Tschechien und Mitabsteiger Portugal ausgemacht. Mit den Schwedinnen und den Tschechinnen konnte man sich in dieser Saison bereits auf Augenhöhe messen. „Ich denke, nach den gewonnenen Eindrücken können wir zuversichtlich in dieses Turnier gehen“, betont Pietrek.

Folgenden Kader hat das Trainerteam für Budapest (HUN) nominiert:
SC Germania List: Gesine Adler, Katharina Epp
SC Neuenheim: Anja Czaika, Steffi Gruber, Amelie Harris, Laura Schwinn, Lea-Sophie Predikant
TSV Handschuhsheim: Annika Nowotny, Katalina Bechtel
Karlsruher SV: Katja Höger
Heidelberger RK: Johanna Hacker
RSV Köln: Lisa Naumann

Auf Abruf: Zoe Würmli (HRK), Elena Korn und Yona Rossol (SCG), Joline Kersten (FC St. Pauli), Vivian Bahlmann (RK 03 Berlin)

Ein herber Verlust dürfte Josephine Pora sein. Die schnelle Hamburgerin hatte sich beim Turnier im französischen Nancy eine Schulterverletzung zugezogen. Auch die Berlinerin Julia Braun hätte man sich gern als Alternative angeschaut, sagte Pietrek, aber auch sie ist an der Schulter verletzt und konnte sich in der Vorbereitung bislang nicht präsentieren.

In Budapest bekommt man es schon in der Vorrunde mit einem der Mitfavoriten zu tun. Nach den Gruppenspielen am 8. Juni gegen die Türkei (11 Uhr CET) und die Schweiz (13.45 Uhr CET) trifft das deutsche Team am frühen Abend um 16.30 Uhr auf die Tschechinnen.