Für das junge deutsche Frauen-Team lief es beim Comeback auf der Womens Sevens Grand Prix Series im französischen Marcoussis am ersten Turniertag nicht ganz nach Plan. Nach drei Niederlagen beendete man die Vorrunde auf dem vierten Platz der Gruppe und spielt nun am zweiten Turniertag weiter um die Bowl (Platz 9). Dort geht es am Samstag um 13.12 Uhr zunächst gegen die ebenfalls noch sieglosen Polinnen.

Dass man im Auftaktspiel gegen Europameister Russland eigentlich keine reelle Siegchance haben würde, war abzusehen. Man wollte versuchen, mit einem guten Spiel ins Turnier zu starten, die Abläufe unter Wettkampfbedingungen einschleifen. Das gelang nur bedingt, und am Ende stand ein klarer 43:0-Sieg für den Favoriten.

Deutlich besser lief es gegen Spanien – immerhin EM-Vierter der Vorsaison – im zweiten Spiel. Das war eigentlich unser Spiel, und da war wirklich mehr drin“, berichtete Nationaltrainer Melvine Smith. Nach einem Versuch von der erst 18-jährigen Laura Schwinn kag man kurz vor Schluss mit 5:10 zurück und hatte in guter Position den Ball in den Händen. „Dann haben wir den aber zu leicht weggegeben, und Spanien legt aus dieser Situation noch einen Versuch zum 5:15-Endstand.“

Gegen die Belgierinnen hatte man sich im Vorfeld die besten Chancen ausgerechnet, da sollte es um den Sieg gehen. Doch in den entscheidenden Situationen, in denen man aussichtsreich für Punkte lag, wurde der Ball erneut leichtfertig hergeschenkt, sodass Belgien einen etwas zu hohen 22:0-Sieg einfahren konnte.

„Ich bin vor allem stolz auf die Leistung gegen Spanien, aber auch insgesamt sehr happy damit, wie sich diese jungen Mannschaft ohne viele Stammkräfte hier präsentiert hat“, so Smith am Ende des ersten Turniertages. „Wir konnten in vielen Momenten zeigen, dass wir in Reichweite einiger Teams sind, dass wir auch in diese Liga gehören. Wir brauchen nun nur noch mehr Zeit zusammen, dann bin ich durchaus positiv gestimmt für die Zukunft mit dieser Mannschaft. Jetzt müssen wir die Köpfe hochnehmen und die Aufgaben morgen voll konzentriert angehen.“