Nationaltrainer Melvine Smith hat seinen Kader für die Rückkehr in die europäische Womens Sevens Grand Prix Series nominiert. Allerdings wird der Coach auf einige verletzte Stammkräfte verzichten müssen. Zum Auftakt im französischen Marcoussis am 29. und 30. Juni bietet der DRV daher eine recht junge Mannschaft auf.

„Wir hatten uns nach der guten Entwicklung des Teams in den letzten Monaten eigentlich eine Top-8-Platzierung für diese Saison in der Grand Prix Series vorgenommen“, sagt Nationaltrainer Melvine Smith. „Doch weil uns fast die komplette Startformation verletzt ausfällt, hat die Mannschaft nun ein ganz anderes Gesicht. Wir haben mit Gesine Adler eine 17-Jährige dabei, dazu noch ein paar 18- und 19-Jährige. Das ist toll für die Entwicklung, aber realistisch gesehen können wir jetzt nur noch den Klassenerhalt, also Rang zehn, als Zielsetzung haben.“

Neben der etatmäßigen Kapitänin Steffi Gruber fallen etwa auch Anja Czajka, Caroila Gleixner, Mette Zimmat oder Julia Braun aus. Über den Einsatz von Lisa Bohrmann wird noch kurzfristig entschieden. „Wir haben dennoch einen guten Kader beisammen. Wir hatten zuletzt noch ein gutes Trainingscamp, wo wir einen tollen Spirit gezeigt haben, der uns auch die die GPS-Turnbiere tragen kann“, freut sich Smith. „Aber wir wissen auch, dass es eine schwere Aufgabe wird.“

Und so wird die Mannschaft in Frankreich vermutlich auflaufen:
SC Neuenheim: Laura Schwinn, Lisa Bohrmann
Heidelberger RK: Johanna Hacker, Susanne Pfisterer
TSV Handschuhsheim: Annika Nowotny
RK 03 Berlin: Friederike Kempter
RSV Köln: Amelie Harris
FC St. Pauli: Josephine Pora
SC Germania List: Gesine Adler, Katharina Epp, Laura Dervari
SV Stusta: Katharina Boie

Auf Abruf: Lea Predikant (SC Neuenheim), Elena Korn und Yona Rossol (SC Germania List)

Schon in der Vorrunde beim ersten Turnier in Marcoussis könnten die Hürden kaum höher sein für den Aufsteiger, der voraussichtlich von Annika Nowotny als Kapitänin auf das Feld geführt wird. Dort trifft man gleich zum Auftakt auf den amtierenden Europameister Russland, dann auf den letztjährigen EM-Vierten Spanien, und abschließend geht es gegen Belgien. Die beiden ersten Teams gehören darüber hinaus zu den Top-Sechs auf der Sevens World Series. „Das wird eher schwer, aber gegen Belgien rechnen wir uns schon etwas aus, die haben wir in der Vergangenheit schon besiegen können“, so Smith.