Beim EM-Auftakt in Moskau vergangenes Wochenende ist die DRV VII der Frauen mit dem elften Platz hinter ihren eigenen Erwartungen geblieben. Nun muss beim Abschlussturnier der Grand Prix Series im französischen Brive (14./15. Juni) eine Leistungssteigerung her, um den Abstieg aus der europäischen Eliteklasse in der olympischen Rugby-Variante zu verhindern. Denn die beiden letzten Teams auf den Plätzen zwölf und elf müssen den Gang in die Division A antreten.

„Die Mannschaft weiß, um was es geht. Wir alle wissen um die Brisanz.“, betont DRV-Nationaltrainerin Susanne Wiedemann. Daher gilt es in Brive, die vielen kleinen Fehler abzustellen, um den angestrebten achten Platz unter den zwölf Teams im Abschlussklassement doch noch zu erreichen. „Wenn die Mannschaft einfach spielt, die Ansagen befolgt und in ihrem System bleibt, gewinnen wir auch die engen Spiele gegen die direkte Konkurrenz“, sagt Wiedemann. Dabei hat das DRV-Team in der Vorrunde mit England, Frankreich und Wales auf Grund des Ergebnisses aus Moskau eine schwere Gruppe erwischt. Die dritte Vorrundenpartie gegen Wales gilt dabei als Schlüsselspiel im Kampf um den Klassenerhalt in der Grand Prix Series.

„Wir müssen einen klaren Kopf behalten und cool bleiben. In den Kontaktsituationen ist es wichtig, dass wir eindeutig agieren, die richtigen Entscheidungen treffen und diese dann auch konsequent zu Ende spielen, um unsere Chancen effektiv zu nutzen. Denn auf diesem Niveau wird jeder Fehler gnadenlos bestraft“, erläutert Susanne Wiedemann die Marschroute für die anstehenden Spiele. Dabei sei es auch wichtig, die äußeren Umstände wie die große Hitze und strittige Schiedsrichterentscheidungen auszublenden. „Meine Spielrinnen müssen einfach nur den Ball und die Gegnerinnen bewegen und sich selbstbewusst und aggressiv auf dem Feld zeigen“, lautet das Erfolgsrezept der Nationaltrainerin.

Susanne Wiedemann hat für das Turnier in Brive zwei personelle Veränderungen vorgenommen. Für die angeschlagene Svetlana Heß und Laryssa Stone (beide Heidelberger RK) rücken Julia Peters (Heidelberger RK) und Inga Trautmann-Klaus (SC Germania List) in den Kader. „Julia kehrt nach ihren überstandenen Leistenproblemen in die Mannschaft zurück und Inga hat im Vorbereitungsturnier in Amsterdam eine überzeugende Leistung abgeliefert“, erklärt Wiedemann die personellen Rochaden bei den Adler Sevens. Von den Wechseln erhofft sich die Nationaltrainerin auch einen Schub für die gesamte Mannschaft. „Die beiden können unbelastet und frech aufspielen“, sagt Wiedemann. Dies ist unbedingt notwendig, will die DRV-Mannschaft neben dem Klassenerhalt auch im Gesamtklassement einen weiten Sprung nach vorne bewerkstelligen.

Für Turnier in Brive hat DRV-Nationaltrainerin Susanne Wiedemann folgenden Kader benannt:

SC Neuenheim: Lisa Bohrmann, Steffi Gruber, Sylvia Rausch, Hannah Ruff, Elisa Trick
Heidelberger RK: Jana Eisenbeiß, Julia Peters, Alysha Stone
ASV Köln: Dana Kleine-Grefe
RC Bonn-Rhein-Sieg: Ute Kohlheim
RU Marburg: Jenny Naruhn
SC Germania List: Inga Trautmann-Klaus