Exeter/Großbritannien. Die deutsche 7er-Nationalmannschaft kämpfte beim zweiten EM-Turnier im englischen Exeter um wichtige Punkte für die Gesamtplatzierung und damit um die Teilnahme am Qualifikationsturnier für die Weltturnierserie „Sevens World Series“ in Hong Kong 2017. Unter schwierigen Bedingungen aufgrund mehrerer Ausfälle landete die DRV-Auswahl auf dem sechsten Platz.

Bereits Tage vor Turnierbeginn stand die Mannschaftsleitung vor einer Herausforderung. „Mit insgesamt neun verletzten A-Kaderspielern war es eine große Herausforderung in so ein Turnier zu gehen“, sagte DRV-Leistungssportreferent Manuel Wilhelm. „Wir haben im letzten Jahr hart daran gearbeitet die Tiefe im Kader herzustellen, aber für unseren kleinen Verband ist es natürlich schwieriger solche Ausfälle zu kompensieren.“ Auch aus diesem Grund startete die ersatzgeschwächte deutsche Mannschaft negativ in das Turnier. Aufgrund der Verletzungssituation und durch individuelle Fehler scheiterte die DRV-Auswahl denkbar knapp mit 17:19 gegen Italien. Die Italiener, die im ersten EM-Turnier noch bezwungen werden konnten, nutzen konsequent die Fehler des DRV-Teams aus. Vor allem die teilweise fehlende Ballsicherheit machten der deutschen Mannschaft zu schaffen.

Nach der Auftaktniederlage waren die Befürchtungen über einen möglichen negativen Ausgang des Turniers vorhanden. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf startete die DRV VII in das zweite Spiel gegen Belgien. Trotz anfänglichem Rückstand konnte sich das Team auf seine Stärken und Erfahrungen besinnen, das Spiel drehen und am Ende mit 21:19 einen wichtigen Sieg in der Gruppenphase einfahren. Gegen den Olympiateilnehmer Großbritannien Lions kassierte das Team im dritten Spiel, nicht ganz unerwartet, mit 0:41 eine herbe Niederlage.

Trotz der beiden Niederlagen qualifizierte sich Deutschland als einer der beiden besten Gruppendritten für das Viertelfinale. Dort traf das Team auf Monaco-Sieger Spanien. Spanien, direkter Konkurrent für einen der beiden Plätze in Hong Kong, siegte mit 26:0. Im nächsten Spiel bot sich eine Revanche gegen Italien. Die DRV-Auswahl sammelte nochmal Kräfte, schlug Italien mit 21:12 und rückte so ins Plate-Finale vor. Dort traf das deutsche Team im Spiel um Platz fünf erneut auf das britische Olympiateam. In dem Spiel konnte auch das DRV-Team punkten. Großbritannien spielte seine Stärken erneut gut aus und siegte mit 31:19.

Trotz der Platzierung zog Wilhelm insgesamt ein positives Fazit. „Angesichts der Ausfälle kann man mit Platz sechs zufrieden sein. Bis letztes Jahr war Platz sechs das beste Ergebnisse, das wir jemals erzielt hatten.“ Die Mannschaft und das Trainerteam hatten mit Blick auf Hongkong aber ein anderes Ergebnis erhofft. „Uns war klar, dass es nicht immer nur aufwärts gehen kann. Wir sind trotzdem enttäuscht, weil wir nicht so gespielt haben wie wir es uns vorgenommen haben. Wir hoffen nun, dass wir ein paar Verletzte zurückbekommen und die Jungs sich erholen.“ Die DRV-Auswahl erwartet nächste Woche 16./17. Juli im polnischen Gdansk das finale EM-Turnier. Die Maßnahme wird wieder im Livestream von Rugby Europe übertragen. Weitere Informationen gibt es auch beim DRV-Kooperationspartner totalrugby.de.

Ergebnisse der DRV VII bei den Exeter 7s (7s GPS):

Samstag, 10. Juli 2016

Deutschland vs. Italien – 17:19 / Gruppenphase
Deutschland vs. Belgien – 21:19 / Gruppenphase
Deutschland vs. Großbritannien Lions – 0:41 / Gruppenphase

Sonntag, 11. Juli 2016

Deutschland vs. Spanien – 0:26 / Viertelfinale
Deutschland vs. Italien – 21:12 / Plate Halbfinale
Deutschland vs. Großbritannien Lions – 19:31 / Plate Finale

(jk)