Wie World Rugby und die Hong Kong Rugby Union heute mitteilten, werden die Hong Kong Sevens nicht, wie geplant, vom 3. bis zum 5. April dieses Jahres stattfinden. Aufgrund des Ausbruchs der Krankheit Covid-19 durch die Ausbreitung des Coronavirus im nahe gelegenen China und die damit verbundenen Reise- und Logistikprobleme wurde das Turnier auf den Zeitraum 16. bis 18. Oktober 2020 verschoben.

Das Rugby-Komitee und der Exekutivausschuss von World Rugby wird die Situation überprüfen und eine Entscheidung über die Auswirkungen auf die Challenger Series treffen. In der Zwischenzeit sollten die Mannschaften die anstehenden Turniere in Chile und Uruguay als potenzieller Qualifikationsweg für die World Rugby Sevens Series ansehen. Das heißt, die Mannschaft mit den meisten Punkten aus den beiden Turnieren würde sich qualifizieren. Dies sei, so World Rugby, zwar noch nicht das endgültige Ergebnis des Entscheidungsprozesses, die Mannschaften sollten aber auf alle Möglichkeiten vorbereitet sein.

„Die Vorfreude hier ist natürlich ein wenig gedämpft wegen der Nachricht aus Hong Kong und der noch immer offenen Fragen bezüglich des Qualifikationsprozesses“, berichtet Co-Trainer Clemens von Grumbkow.  „Letztlich wissen wir noch nicht, wie diese beiden Turniere jetzt zu bewerten sind, ob jetzt hier in Südamerika schon die Entscheidung über den Aufstieg in die Weltserie fällt. Das ist schon eine schwierige Situation, denn unsere Periodisierung war voll auf Hong Kong ausgelegt, und wir hätten jetzt vielleicht die eine oder andere Situation, auch personell, unter Umständen anders bewertet.“

Nach über 21 Stunden Anreise, einer kurzen Akklimatisierungsphase und den ersten gute Einheiten beginnt nun am kommenden Wochenende die Challenger Series für das Wolfpack im chilenischen Vina del Mar. Am heutigen Donnerstag haben die Jungs weitestgehend frei, am morgigen Freitag ist der abschließende Teamrun. Und am Samstag startet um 15.25 Uhr deutscher Zeit das erste Spiel der DRV VII gegen Paraguay. Um 18.21 Uhr geht es weiter gegen Italien, und um 21.47 Uhr gegen Uganda. Für das erste Turnier haben Zani Dembele und Jarrod Saul knapp nicht den Sprung in den Kader geschafft.

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