Die U18-Junioren des Deutschen Rugby-Verbandes haben im litauischen Panevezys souverän das Viertelfinale und damit das selbst gesteckte Mindestziel erreicht. In der Vorrunde feierte das deutsche Team zwei Siege gegen Rumänien und die Ukraine bei einer Niederlage gegen Turnierfavorit Frankreich. In der Runde der besten Acht geht es nun am Sonntag um 10.20 Uhr deutscher Zeit gegen Großbritannien weiter.

„Wir sind absolut zufrieden mit dem Ergebnis und dem letztlich souveränen Viertelfinaleinzug, aber von der Performance her geht noch mehr“, so Nationaltrainer Max Pietrek. „Wir hatten in jedem Spiel noch Phasen, wo wir aus dem Rhythmus oder aus unserem System rauskamen. Aber die Jungs können noch eine Schippe drauflegen. Deshalb gehen wir auch mit einem guten Gefühl ins Viertelfinale gegen die Briten. Eine schwere Aufgabe, klar. Aber wenn wir unser Spiel durchziehen können, sind auch die schlagbar.“

Das deutsche Team hatte sich einen Sieg gegen die Rumänen fest vorgenommen, wie der Coach bestätigte. Und so ging man auch ins Spiel. Mit schnellem Passspiel zog man die gegnerische Verteidigung gut auseinander und nutzte die Chancen zu punkten konsequent und gewannen auch in der Höhe verdient mit 33:7 (21:7). „Sieht für den Außenstehenden sicher überraschend hoch aus“, so Trainer Pietrek. „Aber vom Spielverlauf her war sogar noch mehr drin.“

Gegen den EM-Zweiten des Vorjahres aus Frankreich ließ es sich zunächst gut an. Doch der erste Versuch der Franzosen nach kleinen Verteidigungsfehlern und ein Schiedsrichterpfiff, der die Chance der DRV-Jungs auf einen Versuch zunichte machte, brachten das Team aus dem Takt. Es unterliefen in der Folge zu viele Fehler, man hatte kaum noch eine Gelegenheit, selbst zu Punkten zu kommen. Insgesamt konnte man nicht an die gute Leistung aus Spiel eins anknüpfen, sodass am Ende ein deutliches 0:38 (0:21) zu Buche stand. „Das sieht deutlich aus, aber wir waren nicht chancenlos“, so Pietrek zu Spiel zwei. „Hätten wir so gespielt wie über weite Strecken des ersten Spiels, hätten wir absolut mithalten und es zumindest enger gestalten können.“

So musste für das angestrebte Viertelfinalticket ein Erfolg im letzten Gruppenspiel gegen die bis dahin sieglosen Ukrainer her. Allerdings tat sich das Team gegen die robust agierenden Osteuropäer zunächst schwer. Man legte zwei jeweils einen erhöhten Versuch vor, ließ dann aber jeweils auch einen gegnerischen zu, sodass es bei Halbzeit 14:14 stand. Im zweiten Durchgang jedoch setzte man das Spielsystem konsequenter um, drückte dem Spiel klar seinen Stempel auf und sicherte sich mit 33:14 noch einen klaren Endstand und damit Rang zwei in der Gruppe.