Die deutsche U18-Nationalmannschaft steht in diesem Jahr vor einer neuen Herausforderung. Mit der Europameisterschaft in Lissabon wird die DRV-Auswahl ab dem 18. März um den Titel kämpfen. Diese schwere Aufgabe erfordert eine intensive Vorbereitung. Erste Station war ein Testspiel gegen die tschechische Auswahl am Samstag in Heidelberg. Die beiden Nationalteams haben sich bei diesem Zusammentreffen auf einen besonderen Spielmodus geeinigt.

Der Kader der deutschen U18-Nationalmannschaft wurde in eine A- und eine B-Mannschaft geteilt. Die Spielzeit insgesamt betrug drei Drittel mit jeweils 30 Minuten. Die A-Mannschaft spielte in den ersten beiden Drittel. „Das tschechische Team war physisch sehr stark mit seinen großen und kräftigen Spielern. Sie waren gut organisiert und spielten gute Standards. Unsere A-Mannschaft war aber immer ein Stück schneller und nach den Standards besser organisiert“, urteilte Dieter Hanf, stellvertretender Jugendwart Sport der Deutschen Rugby-Jugend. Die Teams beendeten die ersten zwei Drittel mit einem Ergebnis von 28:19.

Im letzten Drittel setzten die Trainer Jan Ceselka und Christian Lill die B-Mannschaft ein, während Tschechien in gleicher Besetzung nur durchwechseln konnte. „Das DRV-Team nutze die gleichen Angriffsstrukturen wie die A-Mannschaft, war aber zum Teil langsamer und machte individuelle Fehler“, sagte Hanf weiter. Am Ende stand es 12:20. Das Trainerteam ist mit diesem Ergebnis zufrieden. „Es war ein gutes Spiel. Die Vorgaben im Angriff wurden umgesetzt. Wir müssen nun unser System kontinuierlich weiterspielen. Wir haben kleine Fehler entdeckt, aber diese Defizite können behoben werden. Wir sind optimistisch für die nächsten Spiele. Aus unserer Sicht wäre es wünschenswert, den Spielern diese Wettkampfpraxis in kürzeren Abständen anbieten zu können.“ Der stellvertretende Jugendwart Sport Dieter Hanf zog ebenfalls ein positives Fazit und gab einen Ausblick auf die weitere EM-Vorbereitung.

„Unser Ziel war es für die Vorbereitungsphase Mannschaften zu finden, die mit uns auf Augenhöhe spielen. Die Ergebnisse der beiden Begegnungen gegen Tschechien können sich sehen lassen“, so Hanf. Im Februar erwartet die DRV-Junioren das Nationalteam der Niederlande wieder in Heidelberg. Dieter Hanf erwartete eine spannendere Begegnung, denn „mit den Niederländern treffen wir auf einen noch stärkeren Gegner, als Tschechien.“

Letzte Station vor der Europameisterschaft wird dann der Vorbereitungslehrgang sein, der mit einem Testspiel gegen die kanadische Mannschaft aufwartet. „Mit diesen Spielen gehen wir, mit unseren Mitteln, bestmöglich vorbereitet in die europäischen Kontinentalwettkämpfe. Hier erwarten uns deutlich stärkere Gegner. Insbesondere das erste Spiel der EM gegen Portugal wird eine schwere, aber machbare Aufgabe.“