Der TV Pforzheim hat nach dem DM-Titel 2016 nun auch zum ersten Mal den Vereinspokal des Deutschen Rugby-Verbandes gewonnen. Im Finale, dass im eigenen Stadion gegen den dreimaligen Pokalsieger SC Frankfurt 1880 bestritten wurde, setzten sich die „Rhinos“ am Ende vor rund 700 Zuschauern verdient mit 52:18 (26:13) durch.

Die Zuschauer sahen im ersten Durchgang eine weitestgehend ausgeglichene Partie, in der der TVP allerdings deutlich mehr Gefahr austrahlte. Schon kurz nach Anpfiff hatte Morgan Vangue scheinbar den ersten Versuch gelegt, wurde aber wegen Abseits zurückgepfiffen. Doch es dauerte auch nur bis zur 6. Minute, bis sich ein Pforzheimer Gedränge über die SC-Linie schob und der erste Versuch gelang. Noch drei weitere Pforzheimer Versuche sollten bis zum 26:13-Halbzeitergebnis folgen. Die Frankfurter konnten zunächst nur durch Straftritte punkten, kamen aber in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte erstmals wirklich gefährlich vors Pforzheimer Malfeld und dann auch zu ihrem ersten Versuch.

In der zweiten Halbzeit bestimmten die Pforzheimer vor allem in den Gedrängen das Geschehen dann noch klarer und erarbeiteten sich daraus Chancen und Versuche. Zudem legte die Hintermannschaft ein schnelles und sicheres Kombinationsspiel auf, mit dem die Lücken für die schnellen Sprinter geöffnet wurden. So kam praktisch zu keinem Zeitpunkt der Eindruck auf, der Rhinos-Sieg könnte noch in Gefahrt geraten, auch wenn sich die Frankfurter durchaus gut zu wehren wussten und und auch im zweiten Durchgang noch einen Versuch verbuchten.

„Das ist der erste nationale Titel, den es im Rugby zu gewinnen gibt. Und wir haben ihn erstmals nach Pforzheim geholt“, freute sich TVP-Teammanager Jens Poff. Als „ganz besonderes Prachtstück“ müsse man den Pokal werten, denn mit dem Sieg habe der TVP nicht nur Vereinsgeschichte geschrieben, sondern auch unterstrichen, dass die bisherigen Erfolge des TVP keine Eintagsfliegen gewesen sind.

RC Rottweil im vierten Anlauf Ligapokalsieger

Zum vierten Mal stand der RC Rottweil in diesem Jahr im Endspiel um den Ligapokal. Drei Mal hatte man zuvor den Kürzeren gezogen – gegen StuSta München sollte auf der Anlage des SV Odin in Hannover nun endlich der Titelgewinn gelingen.

Es entwickelte sich ein schnelles und von beiden Seiten sehr körperbetontes Spiel, in dem zunächst die Bayern die klar überlegene Mannschaft waren. München ging durch einen sehenswert herausgespielten Versuch der Dreiviertelreihe auch verdient in Führung. Lediglich der Erhöhungskick wie auch zwei Straftritte waren nicht erfolgreich, sodass trotz der spielerischen Überlegenheit keine weiteren Zähler dazu kamen und es mit 5:0 in die Pause ging.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer ein völlig verändertes Bild. Rottweil bestimmte in der Folge das Geschehen, lief Angriff auf Angriff in Richtung des Münchner Malfelds. Mit zwei erhöhten Versuchen war die Partie für den RCR dann auch schnell in ein 14:5 gedreht. StuSta verkürzte mit einem Straftritt, konnte aber weiter nicht so gefährlich angreifen wie noch vor der Pause. So gelang Rottweil seinerseits mit einem Straftritt zum 17:8 die Vorentscheidung, denn mehr als ein zweiter – erneut nicht erhöhter Versuch praktisch mit dem Abpfiff gelang München nicht mehr, sodass der Pokal mit 17:13 an das Team aus Baden-Württemberg ging.