Die tollen sportlichen Leistungen der DRV-Auswahlen haben auch abseits des Rugbyfeldes großes Interesse geweckt. Unter dem Thema „Rugby – ein spannendes Handlungsfeld für Sportphysios“ schreibt der Physiotherapeut der deutschen 7er-Nationalmannschaft, Alfred M. L. Rucker, über die besonderen Anforderungen des Rugbysports an den Körper der Athleten und die sportphysiotherapeutischen Herausforderungen, denen sich die therapeutisch-medizinische Abteilung gegenüber sieht.

Rucker, Schulleiter im Bereich physiotherapeutischen Ausbildung an den Döpfer-Schulen in Regensburg und Doktorand an der medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg, ist Teil des therapeutisch-medizinischen Betreuerstabes und kümmert sich sowohl physiotherapeutisch als auch gesundheitswissenschaftlich um Belange der deutschen 7er-Nationalmannschaft. Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rugby-Verband geht ursprünglich auf das langfristig angelegte Projekt „Athletic, Performance & Health Development“ zurück. Dieses basiert auf der Initiative Ruckers unter der Aufsicht eines Forscherteams, welches von Dr. Ron Clijsen (University of Applied Sciences And Art of Southern Switzerland) geleitet wird und seit mehr als zwei Jahren läuft. In diesem Projekt sollen die Aspekte körperlicher Konstitution und deren Anforderungsprofile hinsichtlich der Belastung und Belastbarkeit von Eliteathleten im DRV untersucht werden, mit dem Ziel, die Leistungsentwicklung der Spieler zu verfolgen und so Verletzungsrisiken effektiver aufdecken und beheben zu können.

Das Autorenteam um Rucker geht in dem Artikel der „Sportphysio“ ( Ausgabe 3/1) unter anderem auch auf die enormen Belastungen der 7er-Nationalspieler ein, die parallel zur internationalen 7er-Saison mehrmals wöchentlich im Verein trainieren und auch im Bundesligaspielbetrieb voll belastet werden – trotz der Amateurverhältnisse, die viele Nationalspieler im beruflichen Umfeld begleiten.  Daraus ergeben sich auch hohe Anforderungen an die Therapeuten aus dem Bereich der physiotherapeutischen Betreuung im Rugbysport, welche ein breites Spektrum abdecken müssen, um die Spieler (auch im Breitensport) auf und neben dem Spielfeld adäquat zu versorgen.  Darüber hinaus werden aktuelle wissenschaftliche Arbeiten analysiert, welche verschiedene Aspekte (Position, Spielsituation) der häufigsten Verletzungen im Rugbysport darlegen.

Den vollständigen Fachartikel können Interessierte hier erwerben: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0035-1557056