1952
bis 1958
Die deutschen Vereinsmannschaften hatten bereits wieder ein beachtliches Niveau erreicht, als am 2. März in Hannover das erste Länderspiel nach dem Kriege ausgetragen wurde. Belgien wurde mit 16:9 Punkten bezwungen. Insgesamt musste man aber feststellen, dass man aufgrund der Auswirkungen des Krieges seine Vormachtstellung auf dem Kontinent eingebüßt hatte. Frankreich trat nur noch mit einer B-Mannschaft gegen die Deutschen an und siegte dennoch sicher, Italien war ebenfalls besser, Spanien und Rumänien mindestens ebenbürtig. Immerhin erreichte die deutsche Mannschaft 1954 das Halbfinale des zwei Jahre zuvor eingeführten und bald wieder abgeschafften Europapokals der Nationalmannschaften (3:28 in Parma gegen Frankreich), und immerhin gelang am 30. März 1958 in Nantes noch einmal ein sehr bemerkenswerter Erfolg gegen die Franzosen: Die Mannschaft von Spielführer Hans Schumann erkämpfte ein 6:6-Unentschieden.
In der DDR ging aus dem Fachausschuß Rugby (im Fußballverband der DDR eingegliedert) der Deutscher Rugby-Sportverband (DRSV) hervor, der 1956 endgültig Aufnahme im europäischen Verband FIRA fand, im Rahmen der Wiedervereinigung allerdings im November 1990 wieder aufgelöst wurde.