1886
bis 1890
Zunächst verbreitete sich das Spiel vor allem an den englischen Schulen und Universitäten, später auch in den Ländern des britischen Commonwealth, in Europa und Amerika. Die britische Sonderstellung im Rugby kommt darin zum Ausdruck, dass die Verbände aus Schottland, Irland und Wales 1886 International Rugby Football Board (IRFB, seit 1993 IRB) gründeten. 1890 kam England, das zunächst einen Beitritt verweigert hatte, als erstes Neumitglied hinzu. Im selben Jahr legte der IRFB die ersten international verbindlichen Regeln fest.
Während auf nationaler Ebene die englischen Rugby-Vereine bereits 1871 die Notwendigkeit zum Zusammenschluss erkannten und die Rugby Football Union gründeten, scheiterten solche Bestrebungen in Deutschland zunächst. Als die von norddeutschen Vereinen 1886 angeregte Gründung eines Deutschen Rugby-Fußball-Bundes unterblieb, schloss sich der DSV von 1878 Hannover dem Deutschen Fußball- und Cricket-Bund an, während die Vereine in Cannstatt, Frankfurt, Heidelberg und München (Wacker und FC Bayern) der Süddeutschen Fußball-Union beitraten.