Die Frauen des Heidelberger RK nachgezogen: Drei Wochen nachdem die Männer des Vereins den DM-Titel errungen haben, sicherten sich auch die „Klub“-Mädels die Deutsche Meisterschaft 2015. Damit hat der HRK das „gemischte Double“ perfekt gemacht. Aber nicht nur das: Beide Teams holten sich jeweils ihren sechsten DM-Titel in Folge. Dabei machten es die HRK-Frauen äußerst spannend. Erst in der Nachspielzeit gelang der entscheidende Versuch zum 10:7-Finalsieg gegen den Stadtrivalen SC Neuenheim.

Bereits zur Halbzeit deutete sich an, dass das Endspiel sich zu einem Krimi entwickeln würde. Denn beide Mannschaften wechselten beim Stand von 0:0 die Seiten. Der Heidelberger RK war im eigenen Sportzentrum Süd die überlegene Mannschaft – doch es dauerte bis zur 54. Minute ehe Friederike Kempter die HRK-Farben mit einem Versuch 5:0 in Führung brachte. Als die Zuschauer schon mit einem Sieg für den „Klub“ rechneten, drehte der SC Neuenheim das Spiel. In der 76. Minute erhöhte Johanna Carter den versuch von Eva Laucht zur 7:5-Führung für den SCN. Doch der greifbar nahe Siegerkranz wurde den Neuenheimerinnen in der Nachspielzeit wieder aus den Händen gerissen.

In der 84. Minute geschah das, mit dem niemand im Sportzentrum Süd mehr gerechnet hat: Johanna Hacker legte den Ball zum 10:7 im Malfeld des SCN ab. Die folgenden wütenden Angriffe in den verbleibenden Minuten wehrte der „Klub“ im Anschluss bravourös ab. Und als Schiedsrichter Daniel Blank das Spiel abpfiff, kannte der Jubel auf Seiten des Heidelberger RK keine Grenzen mehr.

Perspektivteam der DRV XV verliert munteres Testspiel gegen Penguin IRFC

Die beiden DRV-Nationaltrainer Kobus Potgieter und Pieter Jordaan nutzen die Sommerpause, um Nachwuchsspieler für die DRV XV zu sichten. Dafür lud das Trainerduo zahlreiche vielversprechende Talente zu einem Trainigslager mit einem anschließenden Testspiel gegen die internationale Einladungsmannschaft Penguin IRFC nach Heidelberg. In einer munteren, von beiden Seiten offensiv geführten Partie, setzten sich die „Pinguine“ am Ende mit 45:35 (19:14) vor rund 500 Zuschauern im Fritz-Grunebaum-Sportpark durch.

Die deutsche Auswahl musste sich erst an die Wucht und Dynamik der Briten, Neuseeländer und Südafrikaner gewöhnen und geriet nach 20 Minuten mit 0:19 in Rückstand. Doch nach fünf Versuchen durch Kapitän Tim Menzel, Hendrik van der Merwe (2), Raynor Parkinson und Pascal Fischer stand es nach 60 Minuten 35:24 für die DRV-Auswahl. Die aufkeimenden Siegeshoffnung auf deutscher Seite zerstörten die „Pinguine“ aber mit 21 unbeantworteten Punkten.

Perspektivteam DRV Xv v Penguin IRFC

Die DRV-Nationaltrainer Potgieter und Jordaan erprobten mit Blick auf die schweren Aufgaben in der Rugby Europe Championship 2016 viele junge Spieler aus Vereinen der 1. und 2. Bundesliga. „Ich habe gesehen, was ich sehen wollte“, sagte Potgieter kurz und knapp nach Spielende. Erfreut war er zudem über das Comeback von Raynor Parkinosn (Heidelberger RK), Für weitere Aufgaben im DRV-Trikot empfahlen sich zudem Gassenspezialist Max Reinhard (TSV Handschuhsheim) sowie die beiden Innendreiviertel Pascal Fischer und Nicolas Müller (beide Hannover 78).

Kader Perspektivteam DRV XV:

FC St. Pauli: Thore Schmidt, Tom Behrendt

Hannover 78: Felix Schippe, Nico Müller, Pascal Fischer

SC Germania List: Daniel Koch

Heidelberger RK: Samy Füchsel, Hendrik van der Merwe, Jarrid Els, Raynor Parkinson

RC Rottweil: Swen Engelhardt

RG Heidelberg: Christian Hug, Carsten Lang, Elmar Heimpel

SC Neuenheim: Tomas Van Gelderen

TSV Handschuhsheim: Max Reinhard, Gregor Hartmann

TV Pforzheim: David Schulz, Jeremy Te Huia

RK Heusenstamm: Benjamin Polheim, Benedikt Sabinarz

SC Frankfurt 1880: Janis Läpple

RC Aachen: Eric Marks

USAP Perpignan (F): Tim Menzel (C)

Heidelberger TV: Jonas Malaizier

SC Frankfurt 1880 und SC Germania List holen deutsche 7er-Meisterschaften in der U16 und U18

Bei den deutschen 7er-Meisterschaften der U16 und U18 in Rottweil haben sich der SC Frankfurt 1880 und der SC Germania List die Titel geholt. Bei der U16 setzte sich Frankfurt im Finale mit 29:5 gegen den Berliner RC durch und im Endspiel der U18 behielt Germania mit einem 31:5 gegen die RG Heidelberg die Oberhand. „Der RC Rottweil hat perfekte Turniere ausgerichtet. Das gezeigte Niveau war besonders bei den Spitzenteams sehr gut und es gab tolle 7er-Spiele“, zog Romana Thielicke von der DRJ ein positives Fazit der Meisterschaften.

Platzierungen Deutsche 7er-Meisterschaft U16:

1. SC Frankfurt 1880
2. Berliner RC
3. SG TSV Handchuhsheim/SC Neuenheim
4. RG Heidelberg
5. Heidelberger RK
6. Hannover 78
7. RC Rottweil
8. RK Heusenstamm

Platzierungen Deutsche 7er-Meisterschaft U18:

1. SC Germania List
2. RG Heidelberg
3. TSV Handschuhsheim
4. TV Victoria Linden
5. SG Berlin United
6. RC Rottweil
7. Hannover 78
8. ASV Köln