Für das „Wolfpack“, die 7er-Rugbynationalmannschaft der Männer, startet am kommenden Wochenende in Moskau (RUS) die Europameisterschaftsserie mit dem ersten von insgesamt vier Turnieren. Nach dem letztlich enttäuschenden Ausgang beim World-Series-Qualifikationsturnier in Hongkong, wo man den Sprung in die Elite-Serie denkbar knapp verpasste, hat man sich für die kontinentale Meisterschaft hohe Ziele gesetzt. (Foto: Jürgen Keßler)

 „Primäres Ziel ist natürlich, sich wieder für die Hongkong Sevens zu qualifizieren, um erneut Anlauf nehmen zu können auf die Sevens World Series“ unterstreicht DRV-Co-Trainer Clemens von Grumbkow. „Aber wir haben uns auch vorgenommen, eines der vier Turniere zu gewinnen und nach Möglichkeit noch ein weiteres Finale zu erreichen. Es ist wichtig, dass wir eine Gewinnermentalität aufbauen, um dann in solchen engen und entscheidenden Spielen wir zuletzt in Hongkong besser vorbereitet zu sein.“ Insgesamt wolle man für diese EM-Serie in der Endabrechnung einen Platz auf dem Podium einnehmen.

Für das erste Turnier am kommenden Wochenende in Moskau setzt Bundestrainer Vuyolwetu Zangqa zunächst auf das Team, welches auch in Hongkong aufgelaufen ist. Fehlen werden davon lediglich Sebastian Fromm, der an der Schulter verletzt ist, und Claude Brechenmacher aufgrund eines Kreuzbandrisses. Dafür rutschen Giovanni Engelbrecht und Niklas Koch in den Kader. „Wir bauen jetzt erstmal auf die Jungs, die zuletzt in dieser Kombination am meisten gespielt haben, weil wir jetzt noch nicht die Chance hatten, die anderen in Development-Turnieren zu sehen und ihnen Spielpraxis zu geben“, erklärt von Grumbkow die Entscheidung. So hat die sportliche Leitung folgende Spieler nominiert:

Heidelberger RK: Niklas Hohl
TSV Handschuhsheim: Anjo Buckman
RG Heidelberg: Bastian Himmer, Tim Lichtenberg, Fabian Heimpel, Marvin Dieckmann
SC Neuenheim: Giovanni Engelbrecht
Hannover 78: Kain Rix
TV Pforzheim: Carlos Soteras Merz
SC Germania List: Niklas Koch
Cardiff Uni (WAL): Jonathon Dawe
Vereinslos: Maximilian Calitz

Fast zeitgleich wird allerdings ein Development-Team bei den Stanislas 7s im französischen Nancy und anschließend bei den Central 7s in Paris antreten, wo dann auch Langzeitverletzte wie etwa Tim Biniak oder Robert Haase Spielpraxis sammeln können. „Dann schauen wir“, so von Grumbkow, „wen wir dann bei den kommenden Turnieren mit dazunehmen können.“ Für Sam Rainger und Phil Szczesny kommen Einsätze diese Woche noch etwas zu früh. Sie könnten aber in dieser EM-Saison noch mit eingreifen.

In Moskau hat man eine durchaus anspruchsvolle Gruppe zugelost bekommen. Los geht es am Samstag um 10.06 Uhr (CET) gegen Rekordeuropameister Portugal. „Wir kennen das Team gut, haben in der Vorbereitung auf Hongkong mehrfach gegen sie gespielt“, so Clemens von Grumbkow. „Wir sehen uns da im Moment eigentlich einen Tick stärker, aber zu unterschätzen ist dieses Team auf keinen Fall.“ Polen als zweiter Gegner um 12.51 Uhr (CET) muss für das deutsche Team eine Art Pflichtaufgabe sein – anders als abschließend die Iren um 15.36 Uhr (CET). Irland war in der vergangenen Saison Vize-Europameister und hatte neben dem Turnier in Moskau auch das in Clermont (FRA) gewonnen. „Die haben sicher ähnliche Ziele wie wir und werden wieder ganz oben mit angreifen“, ist sich Clemens von Grumbkow sicher.

Für die beiden Turniere in Nancy und Paris zwischen dem 18. und 24. Mai, wo sich neben einigen Rekonvaleszenten auch Spieler aus der zuletzt erfolgreichen U18 präsentieren können wurde folgender Development-Kader nominiert:

TSV Handschuhsheim: Joshua Tasche, Christopher Korn
RG Heidelberg: Robert Haase, Johannes Schreieck, Wolfram Hacker
Hannover 78: Nicolas Müller, Pascal Fischer, Jan Piosik
FC St. Pauli: Ben Ellermann
RK 03 Berlin: Franz Müller
RK Heusenstamm: Tim Biniak
Glasgow Hawks RFC (SCO): Jacob Siems
Auf Abruf: Anton Gleitze und Philip Gleitze (Berliner RC)