Die Verantwortlichen des Deutschen Rugby-Verbandes haben in den vergangenen Wochen einige wichtige Kooperationen erarbeitet, und haben damit die infrastrukturellen Gegebenheiten für die Sportart in Deutschland weiter verbessert.

DRV-Geschäftsführer Volker Himmer und Sportdirektor Manuel Wilhelm waren unter anderem zu einem Strukturgespräch beim LSB Niedersachsen, in dem es um die Anerkennung eines Bundesstützpunkts Rugby in Hannover ging. „Wir haben dargelegt, was wir vorhaben und konnten dann die Verantwortlichen davon überzeugen, dass wir in Hannover einen Bundestützpunkt aufbauen werden“, berichtet Wilhelm. „Es sind noch ein paar Formalitäten zu erledigen, aber wir sind uns alle einig, dass es ein absolut sinnvoller Schritt ist.“ Bis dahin wird Rugby in Niedersachsen als Schwerpunktsportart geführt.

Gleiches wird künftig auch in Hessen der Fall sein. Dort gab es sehr gute erste Gespräche mit dem Sportministerium darüber, auch hier Rugby als Schwerpunktsportart anzuerkennen. Ziel ist es dabei, in Hessen die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass die Talente eine leistungssportliche Struktur vorfinden, in der sie sich gut weiterentwickeln können. Beim DRV ist man optimistisch, dass man hier auf einem guten Weg ist. Dass Hessen über großes Potenzial verfügt, zeigen nicht nur die Erfolge des SC Frankfurt 1880 mit seinen Jugendteams. Zuletzt war der Landesverband mit seiner Herren-Auswahl auch Sieger der Landesverbandsmeisterschaft im 7er-Rugby geworden.

Auch in Brandenburg werden weitere Anstrengungen unternommen, dem Rugbysport besser aufzustellen. Dort wird künftig Robby Lehmann als Landestrainer tätig sein. Unterstützung erhält er dabei von DRV Cheftrainer Technik Chris Lane, der regelmäßig in Potsdam sein und Trainingseinheiten mit hoffnungsvollen Talenten absolvieren wird.

Vertreter der Landesverbände wurden außerdem zu den im September stattfindenden Oktoberfest 7s eingeladen, um sich über den Spitzensport und die Rolle der Landesverbände auszutauschen.