Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft der Männer bleibt auf dem Weg in Richtung Sevens World Series, steht beim Qualifier im Rahmen der Hong Kong 7s 2018 bereits im Halbfinale. Mit einem deutlichen 36:7 (29:0) im letzten Vorrundenspiel gegen den Vorjahres-Halbfinalisten aus Papua-Neuguinea sicherte man sich nach dem Viertelfinalticket auch den Gruppensieg. Im Viertelfinale setzte das Team von Bundestrainer Vuyolwetu Zangqa dann mit einem 26:0 gegen Uganda ein starkes Ausrufezeichen. Im Halbfinale am Sonntagmorgen um 6.32 Uhr deutscher Zeit geht es nun gegen Chile. (Foto: Jürgen Keßler)

DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm: „Wir freuen uns natürlich, dass wir noch immer im Turnier sind. Die Leistungssteigerung der Jungs von Spiel zu Spiel ist klar zu erkennen. Aber bei den Gegnern, die uns jetzt noch erwarten, wird eine weitere Steigerung vonnöten sein, wenn wir unser Ziel erreichen wollen. Das Halbfinale gegen Chile wird eine schwere Aufgabe. Darauf liegt ab jetzt der volle Fokus. Die Ergebnisse bis jetzt sind natürlich schön, aber zufrieden sind wir mit dem bisher Erreichten noch nicht.“

Papua-Neuguinea – Deutschland 7:36 (0:29)
Das abschließende Vorrundenspiel für das „WolfPack“ war eine eindrucksvolle Demonstration. Die DRV-Mannen übernahmen vom ersten Ankick an die Initiative und punkteten durch Marvin Dieckmann direkt mit der ersten Aktion (1.). Der Ball kam schnell zurück in die Händer der Deutschen und in die Nähe des gegnerischen Malfelds. Dort nahm Claude Brechenmacher ihn am Gedränge auf, entkam über die kurze Seite und legte unbedrängt den zweiten Versuch (3.). Deutschland dominierte das Geschehen, stand auch in der Verteidigung stark, sodass Papua-Neuguinea – immerhin 2017 noch Halbfinalist in Hong Kong – bis zur Pause nicht einmal gefährlich in die deutsche Hälfte kam. Stattdessen legte die DRV VII nach: Mutiger Crosskick von Fabian Heimpel auf die rechte Seite, den Carlos Soteras Merz aber erlief. Mit Heimpels Erhöhung stand es da schon 17:0 (5.). Keine zwei Minuten später der nahezu identische Spielzug. Wieder der Kick von Heimpel auf rechts, wo diesmal Marvin Dieckmann noch an den Ball kam und regelkonform ablegte. Und auch das war es noch nicht. Gegen überfordert wirkende Pazifik-Insulaner verlagerte Deutschland nach einem schnell ausgeführten Straftritt gut nach rechts, wie Dieckmann unbedrängt seinen Hattrick perfekt machte. Auch die Erhöhung passte, und die DRV VII ging mit einer 29:0-Führung in die zweite Halbzeit.

Da schaltete das Team nun einen Gang zurück, wechselte auch früh durch und kassierte – auch mit etwas Glück für Papua-Neuguinea – den einen erhöhten Versuch (10.). Doch das hatte keinen weiteren Einfluss auf das Spiel. Deutschland ließ sich nun mehr Zeit in seinen Aktionen, hatte weiter die Kontrolle, auch wenn es in der Folge etwas zerfahrener wurde. Als sich Papua-Neuguinea in der Schlussphase auch noch eine Zeitstrafe einhandelte, legte die DRV-Auswahl noch einen Versuch nach. Claude Brechenmacher spielte den langen Ball auf Kain Rix, der auf der rechten Außenbahn einen langen Spurt bis unter die Stangen hinlegte. Den Schlusspunkt setzte Bastian Himmer mit dem leichten Erhöhungskick zum 36:7-Endstand.

Viertelfinale: Deutschland – Uganda 26:0 (12:0)
Mit einer eindrucksvollen Performance sicherte sich das deutsche Team das Ticket für das Halbfinale in Hong Kong. Dabei ließ man dem Team aus Uganda praktisch über die gesamte Spielzeit keine Chance und setzte mit dem 26:0 (12:0) ein deutliches Ausrufezeichen.

Von Beginn an übernahm das „WolfPack“ die Initiative und ging durch Sebastian Fromm früh in Führung. Nach einer Gasse passte Bastian Himmer auf den Teamkollegen, der zwar zu Boden ging, sich aber noch mal aufrappeln konnte und sich dann ins Malfeld warf (2.). Nur zwei Minuten später war es Kapitän Tim Lichtenberg, der unbedrängt den zweiten Versuch nachlegen konnte. Max Calitz beschäftigte nahe der Mallinie gleich drei Gegenspieler, wurde dann Ball aber noch los, der dann nach rechts zu Lichtenberg ging. Deutschland kontrollierte das Geschehen sicher, war auch in der Verteidigung immer nah am Gegner und ließ so die athletischen Afrikaner, denen merklich nichts gegen das deutsche Spiel einfiel, nicht ins Laufen kommen.

Im zweiten Durchgang war Uganda zwar ein wenig aktiver, fand aber weiter kein Mittel gegen die konzentrierte und sehr griffige Defensive der DRV VII. Und auch offensiv nutzten die Deutschen ihre Chancen konsequent. Bastian Himmer führte in der 9. Minute einen Straftritt blitzschnell aus, fand eine Lücke und kurz darauf den gerade eingewechselten Marvin Dieckmann, der den dritten deutschen Versuch markierte – den Heimpel zum vorentscheidenden 19:0 erhöhte. Doch damit gab man sich noch nicht zufrieden. Tim Lichtenberg gelang in der Schlussminute noch einmal der Durchbruch, wurde zwar noch gestoppt, gab den Ball aber noch an den gut unterstützenden Dieckmann ab, der wieder ablegen konnte. Heimpel erhöhte zum dritten Mal – und die Partie war beendet.