Die deutschen 7er-Frauen haben beim ersten Turnier der Women’s Sevens Trophy im tschechischen Ostrava einen ordentlichen ersten Tag hingelegt und stehen nach zwei Siegen und einer Niederlage in der Gruppenphase im Viertelfinale. Gegen Israel (36:0) und Moldawien (41:0) feierte das Team von Coach Melvine Smith überlegene Siege, gegen Mitfavorit Schottland hingegen waren die DRV-Frauen mit 0:36 praktisch chancenlos. Im Viertelfinale am Sonntag um 11.06 Uhr geht es nun gegen Gastgeber Tschechien.

Deutschland – Israel                            36:0 (19:0)
Die Israelinnen waren dem deutschen Team von der ersten Minute an nicht gewachsen. So leistete sich das Team von Coach Melvine Smith zwar viele Pass- beziehungsweise Fangfehler, die jedoch nicht bestraft wurden. So ging die DRV-Auswahl nach zwei Minuten durch einen Versuch von Carola Gleixner und der Erhöhung von Julia Braun mit 7:0 in Führung. Es blieb ein fehlerhaftes Spiel, doch die Deutschen waren nicht nur physisch, sondern auch athletisch überlegen und packten in der Abwehr beherzt zu, sodass Israel im gesamten Spiel nicht einmal auch nur in die Nähe des Malfelds kam. Steffi Gruber und Julia Braun erhöhten so schon vor der Pause auf 19:0.

So ging es auch nach dem Seitenwechsel fast nur in eine Richtung. Mette Zimmat wurde auf der linken Seite freigespielt und legte auch gleich den vierten Versuch nach (8.). Im Verlauf der Partie wurde auch das Ballhandling besser, und nach einem schön vorgetragenen Angriff legte zum zweiten Mal Julia Braun ab (12.), die zum Abschluss auch noch Mette Zimmat für deren zweiten Versuch bediente und diesen auch zum auch in der Höhe völlig verdienten 36:0-Endstand erhöhte (14.).

Deutschland – Moldawien                  41:0 (17:0)
Die Partie entwickelte sich ähnlich wie die gegen die Israelinnen, auch wenn sich Moldawien vor allem in der Abwehr griffiger präsentierte. Der Ball lief jetzt aber flüssiger durch die deutschen Reihen. Dennoch brauchte es einen längeren Anlauf bis zum ersten erhöhten Versuch, denn dann aber Katharina Epp nach Zuspiel von Friederike Kempter legte (3.). Nach einer gewonnenen Gasse legte Mette Zimmat einen Sprint über das halbe Feld hin und erhöhte eine Minute darauf bereits auf 12:0. Und noch vor der Pause legte Katharina Epp zum zweiten Mal ab und stellte damit den 17:0-Pausenstand her (7.).

Offensiv fiel Moldawien auch im zweiten Durchgang kaum etwas ein und sorgte so auch kaum für ernsthafte Gefahr für die DRV-Abwehr. Stattdessen legte das deutsche Team weiter Punkte nach Julia Braun fand kurz nach Wiederanpfiff eine Lücke, durch die sie schlüpfen und unter den Stangen ablegen konnte – erhöht von Steffi Gruber (8.). Eine Minute später anders herum: Gruber setzte sich durch, schüttelte eine Verteidigerin ab, legte den Versuch und Braun erhöhte. Auch die moldawische Abwehr hielt jetzt nicht mehr dagegen, lief sich beim zweiten Versuch von Julia Braun sogar selbst über den Haufen (12.). Und nachdem sich eine Gegnerin wegen unfairen Spiels eine Gelbe Karte eingehandelt hatte, setzte nach einem Missverständnis bei Moldawien noch einmal Steffi Gruber durch, die damit den 41:0-Endstand markierte (14.).

Schottland – Deutschland                  36:0 (26:0)
Mit den Schottinnen, die zuvor bereits Moldawien und Israel deutlich abgefertigt hatten, kam nun ein ganz anderes Kaliber, gegen das die DRV-Frauen zunächst auch kein Mittel fanden. Vor allem defensiv bekam man im ersten Durchgang keinen Zugriff, und so legten die vor allem athletisch überlegenen vor der Pause vier Versuche und sorgten so praktisch für die Vorentscheidung. Das deutsche Team steckte aber nicht auf. Aber erst nachdem Schottland nach dem Wiederanpfiff zwei weitere, nahezu identische Versuche über die rechte Seite zum 36:0 gelegt hatte, konnten die DRV-Frauen das Geschehen in der Schlussphase etwas offener gestalten. In eine aussichtsreiche Position für eigene Punkte kam man allerdings nicht mehr.