Das deutsche Rugby darf wieder von einer möglichen ersten Qualifikation für einen Rugby World Cup träumen. Wie der internationale Rugby-Verband World Rugby heute mitteilte, werden die EM-Teilnehmer Rumänien, Belgien und Spanien jeweils mit Punktabzügen bestraft, weil sie Spieler eingesetzt haben, die nicht spielberechtigt waren. Das bedeutet nicht nur, dass Deutschland nicht in die Relegation um den Klassenerhalt in der im Rugby Europe International Championship muss, sondern ganz im Gegenteil: Das deutsche Team darf weiter um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2019 in Japan kämpfen. (Foto: Jürgen Keßler)

World Rugby hat nun entschieden, dass allen Teams, die im Rahmen der Europameisterschaft nicht spielberechtigte Akteure eingesetzt haben, jeweils fünf Punkte pro Spiel, in dem unberechtigt Spieler eingesetzt wurden, abgezogen werden. Damit steht für die DRV XV nun statt eines Relegationsspiels gegen Portugal die nächste Runde in der WM-Qualifikation gegen den gleichen Gegner auf dem Programm. Die Partie wurde kurzfristig für den 9. Juni 2018 in Deutschland angesetzt.

„Wir hätten uns natürlich lieber auf sportlichem Weg für dieses Spiel qualifiziert. Aber selbstverständlich freuen wir uns über die Möglichkeit und werden unser Bestes geben, um diese Chance auch nutzen zu können“, so DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm. „Wir hoffen, dass das auch ein weiterer Anstoß ist, die zuletzt positiven Gespräche zwischen DRV und WRA/GFR im Sinne des deutschen Rugbysports in die richtige Richtung weiterführen zu können.“