Am 21. Januar absolvierte die DRV XV ihr zweites Testspiel seit der Wiedereinführung der Mannschaft letztes Jahr im August. Gegner dieser Partie wurde die Frauenmannschaft der Army Rugby Union aus Großbritannien. Ein Team das regelmäßig Spiele gegen die englische U20 sowie die Nationalmannschaft absolviert, ein Team dass sich aus Spielerinnen speist die in den Top-Teams der englischen Premiership spielen. Ein Team welches als klarer Favorit in diesem Match galt. Dennoch weniger eindeutig war das Endergebnis, welches nur knapp mit 29:25 für die „Favoriten“ ausging. 

Der Schreck in der ersten Spielminute war groß. Nachdem die Britinnen das Spiel mit einem Ankick eröffnet hatten und die DRV XV zwei gute Stürmerphasen präsentierten, gab es ein Turnover zugunsten der rot bekleideten Army Frauen. Ein schneller Angriff mit der Hintermannschaft ermöglichte bereits den ersten Versuch für die Gäste von Nummer 12 Carrie Roberts, der auch von ihr selbst mit zwei Punkten erhöht werden konnte.

Mit dem erneuten Ankick der Gäste wiederholte sich die Situation: gute Stürmerphasen der Deutschen, dann aber wieder das Turnover. Mit dem Unterschied, dass die Hintermannschaft diesmal keinen Erfolg im Angriff hatte. Es kommt zu einem Gedrängt auf der linken Seite der Mittellinie, welches der DRV klar für sich entscheidet. Gedrängehalb Holpp bringt den Ball sauber zur Hintermannschaft, die den Ball bis zu Nummer 13 weiterleitet. Stone schafft es über die äußere rechte Spielfeldhälfte die Gegnerinnen zu umlaufen und die ersten fünf Punkte für Deutschland zu legen! Die Erhöhung gelingt Hollstein nicht.

In den kommenden Minuten wird klar, dass das kein Glücksfall war. Nummer 11 Steffi Gruber legt auf der rechten Spielfeldhälfte einen 40 m Sprint, wird dann jedoch auf der 22-Meter-Linie gestoppt. Daraufhin schafft es die Hintermannschaft nach einer gewonnen Gasse den Ball erneut auf Außendreiviertel Alysha Stone zu spielen, die weitere fünf Punkte auf das deutsche Konto packen kann. Die Erhöhung bleibt aus. Dennoch entscheidet sich Hollstein wenige Minuten danach einen Straftritt zwischen der 10 und 22 Meter-Linie zum Goal zu kicken. Und somit addiert auch sie ihren Teil auf die Punktetafel.

Was der deutschen XV in der ersten Halbzeit nicht so gut gelang, war die Abseitslinie einzuhalten. Unzählige Straftritte zu Gunsten der British Army, und das kurz vor der gegnerischen Mallinie. Der Kick um die drei Punkte kam dabei nicht in Frage. Über 15 Minuten bewegten sich die Roten zwischen 5 und 22-Meter Linie aber die Deutschen gaben lange keine Chance zu punkten. Doch bis zum Ende der Halbzeit drehten die Britinnen mit zwei Versuchen den Punktstand auf 19:13.

Der Auftakt der zweiten Halbzeit hätte für die DRV XV nicht besser laufen können: Leonie Hollstein legt unter den Malstangen ab, erhöht selbst und bringt Deutschland damit wieder in Führung.

In der letzten 40 Minuten schafften die deutschen Frauen es nur schwer den Ball über mehrere Phasen im Besitz zu behalten. Stetige Verteidigung wurde zur Hauptaufgabe. Und obwohl das sichtlich Kraft raubte, gab es keine verpassten Tackles auf der deutschen Seite! Weitere Versuche der British Army waren über mehrere Phasen hart erkämpft und gut herausgespielt.

Hart erkämpft war auch der dritte Versuch des DRV Teams. Dana Kleine-Grefe, die in der 45. Spielminute für die Kapitänin Ninja Duri eingesetzt wurde, sicherte einen gekickten Ball und ihr gelang es von der Mittellinie bis an die linke Eckfahne durchzusprinten. Die Erhöhung von einer äußerst schwierigen Position gelang nicht.

Deutschland schafft es weitestgehend die Britinnen mit ihrer beeindruckenden Verteidigungsarbeit die meiste Zeit in der gegnerischen Hälfte zu halten. Bis auf einen Angriff der Gäste bei dem eine Lücke in der deutschen Reihe entstand und die durchbrechende Spielerin erst kurz vor der 5-Meter-Linie zum Halt gebracht werden konnte. Doch nach mehreren Stürmerphasen entstand die Überzahl auf der linken Spielfeldseite und viel Platz für die Gäste ins Malfeld einzulaufen. Das Spiel endete mit einem Spielstand von 29:25 für die British Army.

Trotz der knappen Niederlage ziehen die Nationaltrainer Alfred Jansen und Marcus Trick ein positives Fazit: Die deutschen Frauen können international mithalten! Sturm-Trainer Trick ist trotz der schwierigen Rahmenbedingungen zufrieden mit der Leistungssteigerung der Mannschaft und ist der Meinung, dass „der deutsche Sturm die Frage nach der internationalen Konkurrenzfähigkeit seines Gedränges bravourös beantwortet hat“ und ebenso im offenen Spiel überzeugt hat wie die schnelle Hintermannschaft. Festzuhalten bleibt, dass das Spiel unter anderem durch 20 Straftritte gegen die deutsche Mannschaft verloren wurde.

 

Schiedsrichterin: Katharina Pickert
Zuschauerzahl: 250

Spielstatistik: Deutschland XV: 1 Noemi Mager (50. Anne-Julie Bachmann) 2 Mareike Bier 3 Marlis Gerigk (60. Meike Hedderich) 4 Nora Baltruweit 5 Simone Otto (50. Mona Bieringer) 6 Julia Peters 7 Anja Czaika 8 Lisa Maral (65. Katrin Vocke) 9 Franziska Holpp (78. Josi Pora) 10 Leonie Hollstein 11 Steffi Gruber (60. Vanessa Hagen) 12 Lisa Bohrmann 13 Alysha Stone (70. Johanna Hacker) 14 Laryssa Stone 15 Ninja Duri (45. Dana Kleine-Grefe).

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